Patienten Infos

Patienten haben viele Fragen rund um Ihre Gesundheit. Manche Fragen stellen sich trotz eines ausführlichen Behandlungsgesprächs vielleicht erst später und werden uns daher nicht direkt gestellt. Kennen Sie das auch?

Wir halten eine umfassende Aufklärung für einen wichtigen Bestandteil des Behandlungs- und Heilungsprozesses. Darum ist uns das ausführliche Beantworten von Fragen sehr wichtig.

Um Sie auch außerhalb unserer Praxis bzw. nach dem Behandlungsgespräch zu informieren, können Sie hier, in unserer Infothek, die Antworten zu den am häufigsten gestellten Fragen nachlesen. Wir sind sehr daran interessiert die Infothek aktuell zu halten. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns mit Ihren Fragen, Hinweisen und Ergänzungen unterstützen. Schon jetzt herzlichen Dank für Ihre Mithilfe.

Senden Sie uns einfach Ihre Mail an: kontakt@dr-pavlidis.de

»Was ist ein "Impingement"?

Beim Impingement handelt es sich um eine Einengung des Raumes oberhalb des Oberarmkopfes. Diese Einengung kann unterschiedliche Ursachen haben. Schmerzen werden vor allem bei Bewegungen vom Körper weg und über der Schulterhöhe beklagt. Wenn konservative Therapien nicht helfen, kann der eingeengte Raum durch einen kleinen Eingriff (Arthroskopie) erweitert werden.

»Was ist "Chirotherapie"?

Der Begriff "Chirotherapie" leitet sich von dem griechischen Wort "Cheir" für Hand ab. Sie beschäftigt sich mit der Lösung von Störungen in der Funktion des Bewegungsapparates, besonders der Wirbelsäule. In Ergänzung oder auch im Gegensatz zur Apparatemedizin ist die Hand das einzige Werkzeug des Chirotherapeuten. Die Grundidee der Chirotherapie ist, dass fast alle körperlichen Beschwerden auf Fehlstellungen oder Blockaden der Gelenke zurückführen sind und diese behoben werden müssen.

Bei der Diagnose und Behandlung wird in der Chirotherapie zwischen Mobilisation und Manipulation unterschieden. Bei der Mobilisation wird versucht Verspannungen der Muskulatur und die damit zusammenhängenden Störungen der Gelenke ausschließlich durch Druck und Zug zu lösen.

Die Manipulation gilt als weniger sanfte Technik. Hier wird versucht die gestörten Gelenkbewegung zielgerichtet über einen kurzen Impuls zu verbessern. Die begleitenden Knackgeräusche sind dabei in der Regel weniger Schmerzhaft als sie sich anhören. Welche der beiden Methoden in der Chirotherapie angewendet werden, ist nicht nur von der Diagnose abhängig, sondern auch vom Gesundheitszustand des Patienten. Bei Beeinträchtigungen wie Osteoporose (Knochenschwund) oder Tumoren im Bewegungsaparat verbietet sich die manipulative Form der Chirotherapie häufig von selbst.

Sie wollen wissen, ob diese Behandlungsmethode für Sie in Frage kommt?
Rufen Sie uns einfach an und vereinbaren einen Beratungstermin mit uns:

Telefon: 0641 360542-10

»Was kann ich selbst gegen meinen Tennisellenbogen unternehmen?

Leider kennt man die genaue Ursache eines Tennisellenbogens, auch bekannt als Tennisarm, bis heute nicht. Ob Nerven, Knochenhaut oder Überlastung – Sie können mit einigen Hausmitteln zumindest die Schmerzen lindern. Meiden Sie die Tätigkeit, bei der die Schmerzen zum ersten Mal aufgetreten sind und kühlen Sie die Stelle mit Eis. Als weitere Schritte kommen gelegentliche Gipsbehandlungen, Spritzen, Massagen, Krankengymnastik und chirotherapeutische Maßnahmen als Behandlungsmethode in Frage. Sollten all diese Maßnahmen nach einigen Monaten nicht wirken, lassen Sie sich über eine operative Behandlung informieren.

»Was kostet mich die Behandlung als gesetzlich Krankenversicherter?

Die Abrechnung erfolgt auf der Grundlage der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) vom 22.12.1999 (BGBl. S 262ff.). Für gesetzlich krankenversicherte Patienten erheben wir bei der Erstvorstellung eine Gebühr von 30,83 Euro (Ausführliches Gespräch, Beratung und körperliche Untersuchung – entsprechend Ziffer 3 und 5 der GOÄ).

»Knieschmerzen? So wichtig ist die Diagnose!

Knieschmerzen sind neben Rückenschmerzen eine der häufigsten orthopädischen Probleme. Warum ist eine treffende Diagnose so wichtig?

Bei Knieproblemen denken viele zunächst an den Meniskus. Vielleicht weil die Meniskusverletzung als typische „Fußballerkrankheit" definiert, seit Jahrzenten eine besondere Aufmerksamkeit in den Medien erfährt. Dabei können Schmerzen in den Knien sehr unterschiedliche Ursachen haben. Eine exakte Diagnose ist oft nicht leicht zu erstellen aber für die passende Therapie von ganz wichtiger Bedeutung. Eine Übersicht über mögliche Knieverletzungen und deren Ursachen verdeutlicht wie wichtig die fachgerechte Diagnose durch den Orthopäden ist:

Schmerzen an den Knie-Außenseite

An der Außenseite können Verschleißschmerzen (Arthrose) ebenso auftreten, zum Beispiel durch eine X-Bein Stellung. Typisch sind Schmerzen an der Außenseite auch bei Läufern. Das Läuferknie kann seine Ursachen unter anderem in der Schädigung der Sehne des Oberschenkelbizeps haben (Tendinose) oder häufig auch durch Fehlstellungen der Füße, die sich über die Gelenk- und Muskelkette auf das Knie auswirken.

Schmerzen an den Knie-Innenseiten

Bei einem Innenmeniskus-Schaden schmerzt das Knie häufig an der Innenseite, Die Menisken im Knie gleichen einfach ausgedrückt die unebenen Gelenkflächen aus und sollen die Reibung der Knochenfächen aufeinander verhindern. Bei Menschen mit O-Beinen kann sich auf den Innenseiten der Kniegelenkflächen eine Arthrose entwickeln. Nach einer gewissen Zeit kann sich diese sehr schmerzhaft bemerkbar machen. Weitere mögliche Ursachen für Schmerzen an den Innenseiten kann die Entzündung eines Schleimbeutels (Bursitis) sein. Weitere Möglichkeiten sind Sehnenschäden am Semimembranosus-Muskels oder Knochenerkrankungen auf Grund von Durchblutungsstörungen (Morbus Ahlbäck).

Schmerzen an den Knie-Vorderseite

Die als Springerknie bekannte Schädigung der Kniescheibensehne (Patellaspitzensyndrom) kann deutliche Schmerzen an der Vorderseite des Knies verursachen. Auch eine Schädigungen der Kniescheibe, oder eine Schleimbeutelentzündungen kann diese Schmerzen verursachen. Speziell unter Kindern und Teens können Morbus Osgood-Schlatter oder die Sinding-Larsen-Johansson-Krankheit auftreten.

Schmerzen an den Knie-Rückseite

Die so genannte Baker-Zyste kann im hinteren Bereich der Knie Probleme bereiten. Schmerzen werden meist durch die damit verbundene Schwellung empfunden. Bei einem Einreißen der Zyste verändert sich der Schmerz sehr deutlich und wird stärker. Auch Verletzungen des Meniskus und Probleme mit der Sehnen am Kniebeuger-Muskeln (Tendinosen) können entsprechend auf sich aufmerksam machen. Auch von Schmerzen durch Trombose im Bereich der Kniekehle wird berichtet.

Weitere Möglichkeiten für Schmerzen im Knie können die folgenden Probleme:

  • Rheumatische Veränderungen
  • Entzündungen
  • Kniescheibenverrenkung
  • Kreuzbandriss
  • Knochenbruch in der Nähe des Knies
  • Bluterguss
  • Knochensplitter im Knie
  • Meniskusriss
  • Anlaufschmerzen nach Ruhe
  • Wachstumsschmerzen
  • Knochentumor
  • Entzündung des Schleimbeutels (Bursa anserina)
  • Blount-Krankheit
  • Bluterknie
  • Purpura Schoenlein-Henoch

Aber auch Krankheiten, die ihre Ursache nicht unmittelbar im Knie haben, können sich hier schmerzhaft auswirken:

- Grippe
- rheumatisches Fieber
- Autoimmunerkrankung (Lupus erythematodes)
- erbliche Fieberkrankheiten

Die Auflistung einiger der bekannten Krankheiten, die im Zusammenhang mit Knieschmerzen stehen, soll Sie nicht verunsichern und schon garnicht beunruhigen. Unser Ziel ist es, Sie für die Vielfalt der möglichen Ursachen zu sensibilisieren, damit Sie im eigenen Interesse auf eine ausführliche und fachgerechte Diagnose achten.